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Nicole Y. Männl

Soloselbstständigkeit: Eine Person. Ein Bürostuhl. Mehr als 100 Rollen

Was Solo-Selbstständigkeit wirklich bedeutet

Und die Rollen, die ich meine, gehören nicht zum Bürostuhl …

„Und was machst du beruflich?“

Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, könnte ich kurz antworten:

Ich bin Webdesignerin und WordPress-Spezialistin.

Das ist richtig. Aber es ist ungefähr so vollständig, als würde die Köchin und Inhaberin eines Restaurants sagen: „Ich koche manchmal.“

Denn meine sichtbare Facharbeit ist nur ein kleiner Teil dessen, was ich jeden Tag erledige. Hinter meinem eigentlichen Angebot steckt ein vollständiges Unternehmen – mit Geschäftsleitung, Vertrieb, Marketing, Buchhaltung, Projektmanagement, IT, Datenschutz, Cybersicherheit, Rechtsfragen, Kundenbetreuung und Verwaltung.

Der kleine Unterschied zu einem größeren Unternehmen?

Bei mir sitzen sämtliche Abteilungen auf demselben Bürostuhl.

Solo-selbstständig bedeutet nicht, nur die Sachen allein zu machen

Der Begriff klingt zunächst angenehm übersichtlich: Solo-selbstständig.

Eine Person, ein Unternehmen, kurze Entscheidungswege. Und ja, das hat viele Vorteile. Ich kann selbst entscheiden, wie ich arbeite, mit wem ich zusammenarbeite und welche Projekte zu mir passen.

„Solo“ bedeutet aber nicht, dass nur eine Aufgabe anfällt. Es bedeutet lediglich, dass eine Person alle anfallenden Aufgaben organisieren, ausführen oder verantworten muss.

Ich bin nicht nur für das Ergebnis meiner eigentlichen Facharbeit verantwortlich. Ich muss auch dafür sorgen, dass mein Unternehmen wirtschaftlich funktioniert, Rechnungen korrekt sind, Daten geschützt werden, Verträge passen, Systeme sicher bleiben, Fristen eingehalten werden und meine Kundinnen und Kunden wissen, was gerade passiert.

Und wenn etwas schiefläuft, kann ich das Problem nicht an eine andere Abteilung weiterreichen.

Ich bin die andere Abteilung.

Jede neue Pflicht setzt mir einen weiteren Hut auf

Gesetze und Vorschriften verfolgen natürlich wichtige Ziele. Datenschutz, Informationssicherheit, Verbraucher, Barrierefreiheit und transparente KI-Nutzung sind keine überflüssigen Themen.

Das Problem liegt in der Summe.

Neue Anforderungen werden häufig einzeln betrachtet. Für jede einzelne Pflicht mag der Aufwand auf dem Papier überschaubar wirken. Hier eine zusätzliche Dokumentation, dort ein neuer Prozess, eine weitere Einwilligung, eine neue Schaltfläche oder ein geändertes Datenformat.

Für Solo-Selbstständige bedeutet aber jede neue Pflicht:

  • Ich muss überhaupt erst erfahren, dass es die Änderung gibt.
  • Ich muss verstehen, ob sie für mich oder meine Kundinnen und Kunden gilt.
  • Ich muss recherchieren, was konkret zu tun ist.
  • Ich muss die technische und organisatorische Umsetzung planen.
  • Ich muss meine Prozesse und Dokumente anpassen.
  • Ich muss die Änderung testen.
  • Ich muss sie künftig überwachen und aktuell halten.
  • Und im Zweifel muss ich zusätzlich eine Fachberatung bezahlen.

Währenddessen steht meine eigentliche Arbeit nicht still.

Der Auftrag wartet. Die Kundin wartet. Der Kunde wartet. Die Rechnung muss geschrieben werden. Der Server braucht ein Update. Der Newsletter möchte vorbereitet werden. Und irgendwo meldet ein Sicherheitsprogramm, dass ein Plugin wieder Sicherheitslücken hat und sofort (!) ein Update braucht.

Jippieh – noch ein Hut.

„Unternehmen“ ist nicht automatisch eine Organisation mit Abteilungen

Politik, Verwaltung und Gesetzgebung sprechen meist allgemein von „Unternehmen“ oder „Unternehmern“.

Das klingt, als stünden hinter jedem Unternehmen eine Rechtsabteilung, eine Buchhaltung, eine IT-Abteilung und ein Datenschutzteam. In einem größeren Unternehmen können neue Aufgaben tatsächlich auf verschiedene Fachabteilungen verteilt werden.

Bei mir landet alles auf demselben Schreibtisch.

Natürlich gibt es Ausnahmen und Erleichterungen für kleine Unternehmen. Aber auch eine Ausnahme muss ich erst kennen, prüfen und im Zweifel dokumentieren. Bürokratie entfällt nicht automatisch dadurch, dass ich klein bin. Manchmal besteht meine neue Aufgabe lediglich darin, herauszufinden, warum eine bestimmte neue Aufgabe ausnahmsweise nicht für mich gilt.

Die Gesamtbelastung von Solo-Selbstständigen wird dabei aus meiner Sicht noch immer zu wenig berücksichtigt.

Es reicht nicht, kleine Unternehmen in Sonntagsreden als Rückgrat der Wirtschaft zu bezeichnen, wenn neue Vorgaben anschließend so gestaltet werden, als hätte jedes dieser Unternehmen mehrere Fachabteilungen zur Verfügung.

Gerade digitale Unternehmen bekommen besonders viele Pflichten ab

Meine Arbeit ist digital. Deshalb betreffen mich nicht nur die allgemeinen Pflichten einer Selbstständigen, sondern zusätzlich zahlreiche Anforderungen rund um Websites, WordPress, Hosting, Datenschutz, Cookies, Shops, digitale Produkte, Barrierefreiheit, Cybersicherheit und künstliche Intelligenz.

Seit dem 1. Januar 2025 muss ich E-Rechnungen empfangen können. Da ich keine Kleinunternehmerin bin, gehören Umsatzsteuer, Rechnungsausstellung und die schrittweise Umstellung auf E-Rechnungen fest zu meinen betrieblichen Abläufen. Informationen des Bundesfinanzministeriums zur E-Rechnung

Bei einem Shop können inzwischen drei unterschiedliche Schaltflächen relevant sein:

  • der Bestellbutton,
  • der Kündigungsbutton,
  • und seit dem 19. Juni 2026 zusätzlich der Widerrufsbutton.

Der Widerrufsbutton ist eine eigene elektronische Funktion. Er darf nicht mit dem Kündigungsbutton für bestimmte laufende Verträge verwechselt werden. Informationen der Bundesregierung zum Widerrufsbutton

Ab dem 2. August 2026 kommen außerdem weitere Transparenzpflichten für bestimmte KI-Systeme und KI-generierte Inhalte hinzu. Dabei muss ich unterscheiden, ob eine technische, maschinenlesbare Kennzeichnung durch den Anbieter eines KI-Systems erforderlich ist oder ob ich selbst einen Inhalt sichtbar kennzeichnen muss – zum Beispiel bei Deepfakes. EU-Kommission zu den Transparenzpflichten für KI-Inhalte

All das sind keine einmaligen Aufgaben. Systeme, Gesetze, Sicherheitsrisiken und technische Standards verändern sich ständig.

Verantwortung kann ich abgeben – aber nicht einfach vergessen

Natürlich muss ich nicht jede Aufgabe dauerhaft selbst ausführen. Ich kann meine Buchhaltung vorbereiten und steuerliche Fachfragen an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater geben. Ich kann Verträge anwaltlich prüfen lassen und für Spezialthemen externe Dienstleister beauftragen.

Aber auch das ist Arbeit.

Ich muss die richtige Fachperson finden, den Auftrag erklären, Unterlagen zusammenstellen, Rückfragen beantworten, Fristen überwachen, Ergebnisse prüfen und Empfehlungen in meinen Arbeitsalltag übertragen.

Delegieren bedeutet nicht, dass eine Aufgabe verschwindet. Es bedeutet, dass aus meiner ausführenden Rolle eine Auswahl-, Koordinations- und Kontrollrolle wird.

Darum erstelle ich meine Steuererklärungen seit 18 Jahren selber, weil mir die Arbeit des Delegierens zu aufwendig ist.

Ich bin nicht automatisch Rechtsanwältin, Steuerberaterin oder Datenschutzbeauftragte

Bei der Benennung meiner Hüte ist mir eine Unterscheidung wichtig.

Ich bin keine Rechtsanwältin, nur weil ich mich mit meinen Verträgen, gesetzlichen Informationspflichten oder einer Abmahnung beschäftigen muss. Ich bin Rechtsfragen- und Compliance-Koordinatorin in eigener Sache.

Ich bin keine Steuerberaterin, nur weil ich meine Belege sortiere, Umsatzsteuer berücksichtige und Steuererklärungen erstelle. Ich bin steuerlich Verantwortliche und Steuerkoordinatorin meines Unternehmens.

Und ich bin nicht automatisch meine eigene Datenschutzbeauftragte. In meinem Unternehmen bin ich vor allem die datenschutzrechtlich Verantwortliche und Datenschutzkoordinatorin. Auch ohne Pflicht, einen Datenschutzbeauftragten zu engagieren.

Ich muss nicht so tun, als hätte ich jede dieser Fachausbildungen. Aber ich muss genügend verstehen, um meine Verantwortung wahrzunehmen, Risiken zu erkennen und rechtzeitig die passenden Fachleute einzubeziehen.

Was bin ich denn nun alles?

Festhalten – jetzt kommt meine Abteilungsliste.

01 Unternehmensführung und Strategie

Ich entscheide, wo mein Unternehmen hinmöchte, welche Leistungen ich anbiete, welche Risiken ich eingehe und welche Investitionen sinnvoll sind.

Ich bin:

  • Inhaberin, geschäftsführende Unternehmerin und Unternehmensleiterin
  • Unternehmensstrategin, Unternehmensentwicklerin und Zukunftsplanerin
  • Entscheidungsträgerin und Investitionsentscheiderin
  • Business-Development-Managerin
  • Innovationsmanagerin
  • Risikomanagerin und Krisenmanagerin
  • Qualitätsmanagerin

02 Angebots- und Produktentwicklung

Meine Leistungen müssen entwickelt, strukturiert, beschrieben, kalkuliert und an den tatsächlichen Bedarf meiner Kundinnen und Kunden angepasst werden.

Ich bin:

  • Angebotsentwicklerin und Produktentwicklerin
  • Produktmanagerin und Portfolio-Managerin
  • Dienstleistungsdesignerin
  • Zielgruppenanalystin und Marktbeobachterin
  • Wettbewerbsanalystin
  • Nutzenformuliererin
  • Preisstrategin
  • Leistungsbeschreibungs-Verantwortliche
  • Prozessentwicklerin

03 Vertrieb und Gewinnung neuer Kundinnen und Kunden

Meine Leistungen verkaufen sich nicht von allein. Ich muss Interessierte erreichen, Gespräche führen, Angebote schreiben und Entscheidungen begleiten.

Ich bin:

  • Vertriebsleiterin und Verkäuferin
  • Akquise-Managerin und Lead-Managerin
  • Ansprechpartnerin für Interessent
  • Bedarfsanalystin
  • Angebotsmanagerin und Kalkulatorin
  • Präsentatorin und Verhandlungsführerin
  • Abschlussmanagerin
  • Empfehlungsmanagerin
  • Netzwerkmanagerin und Kooperationsmanagerin

04 Kundenbetreuung und Kommunikation

Nach der Beauftragung begleite ich meine Kundin oder meinen Kunden durch das Projekt. Ich erkläre, frage nach, dokumentiere und löse Probleme.

Ich bin:

  • Kundenberaterin und Kundenbetreuerin
  • Account-Managerin
  • Customer-Success-Managerin
  • Onboarding-Managerin
  • Kommunikationsmanagerin
  • Erwartungsmanagerin
  • Beziehungsmanagerin
  • Konfliktmanagerin und Beschwerdemanagerin
  • Problemlöserin
  • Übersetzerin zwischen Technik und Mensch
  • zentrale Ansprechpartnerin

05 Projektmanagement

Ich koordiniere Aufgaben, Termine, Abhängigkeiten, Budgets, Zuarbeiten und Änderungen.

Ich bin:

  • Projektleiterin und Projektmanagerin
  • Anforderungsmanagerin
  • Aufgabenkoordinatorin und Prioritätenmanagerin
  • Terminplanerin
  • Ressourcenmanagerin
  • Budgetverantwortliche
  • Schnittstellenmanagerin
  • Change-Managerin
  • Dokumentationsverantwortliche
  • Abnahmemanagerin
  • Qualitätsprüferin
  • Dienstleisterkoordinatorin
  • Projekt-Feuerwehr

06 Webdesign, WordPress und technische Umsetzung

Hier liegt meine sichtbare Facharbeit. Aber auch sie besteht aus deutlich mehr als „eine Website schön machen“. Zudem biete ich das ja nicht nur an, sondern muss auch meine Webangebote erstellen und pflegen.

Ich bin:

  • Webdesignerin und WordPress-Spezialistin
  • Webentwicklerin
  • technische Konzepterin
  • Informationsarchitektin
  • UX- und UI-Designerin
  • Usability-Prüferin
  • Content-Strukturiererin
  • technische Beraterin
  • Systemeinrichterin
  • Tool- und Schnittstellen-Integratorin
  • Formular- und Prozessentwicklerin
  • Fehleranalystin
  • Testerin und Qualitätssicherin
  • Wartungsdienstleisterin
  • Supportdienstleisterin
  • Trainerin und Technik-Erklärerin

07 Marketing und Markenführung

Ich muss dafür sorgen, dass mein Unternehmen erkennbar, verständlich und sichtbar wird.

Ich bin:

  • Marketingleiterin und Marketingstrategin
  • Markenmanagerin
  • Positionierungsentwicklerin in eigener Sache
  • Kampagnenmanagerin
  • Kommunikationsstrategin
  • Werbeplanerin
  • Leadgenerierungs-Managerin
  • Website-Analystin
  • Conversion-Optimiererin
  • Referenzmanagerin
  • Case-Study-Managerin
  • PR-Verantwortliche
  • Event- und Webinar-Managerin

08 Redaktion und Content

Gute Inhalte brauchen Themen, Planung, Recherche, Sprache, Überarbeitung, Veröffentlichung und Pflege.

Ich bin:

  • Redaktionsleiterin und Redaktionsplanerin
  • Themenplanerin
  • Content-Strategin und Content-Managerin
  • Texterin und Werbetexterin
  • Redakteurin
  • Lektorin und Korrektorin
  • Storytellerin
  • Blogredakteurin
  • Newsletter-Redakteurin
  • Social-Media-Redakteurin
  • SEO-Redakteurin
  • Content-Recycling-Managerin
  • Veröffentlichungsmanagerin
  • Content-Archivarin

09 Community Management

Wo Menschen auf meine Inhalte reagieren, Fragen stellen oder miteinander diskutieren, entsteht Betreuungs- und Moderationsarbeit.

Ich bin:

  • Community-Managerin und Community-Strategin
  • Community-Moderatorin
  • Dialogmanagerin
  • Kommentar- und Nachrichtenmanagerin
  • Engagement-Managerin
  • Social-Listening-Verantwortliche
  • Netiquette-Verantwortliche
  • Konfliktmoderatorin
  • Community-Support
  • Feedbackmanagerin
  • Themenbeobachterin
  • Community-Redakteurin
  • Veranstaltungsmanagerin für Community-Formate
  • Krisenkommunikatorin

10 Grafik, Foto, Video, Audio und Podcast

Ein Inhalt ist noch lange nicht fertig, nur weil die Idee vorhanden ist. Er muss gestaltet, aufgenommen, bearbeitet und veröffentlicht werden.

Ich bin:

  • Kreativdirektorin und Art-Direktorin
  • Grafikdesignerin
  • Corporate-Design-Verantwortliche
  • Bildredakteurin und Fotografin
  • Videografin und Video-Produzentin
  • Regisseurin und Aufnahmeleiterin
  • Video-Cutterin und Postproduktions-Managerin
  • Thumbnail-Designerin
  • Präsentationsdesignerin
  • Audio- und Tonbearbeiterin
  • Untertitel-Redakteurin
  • Medienarchivarin
  • Bildrechte- und Lizenzmanagerin

Für einen Podcast bin ich zusätzlich:

  • Podcasterin und Podcast-Host
  • Podcast-Moderatorin
  • Podcast-Redakteurin und Podcast-Produzentin
  • Interviewerin
  • Koordinatorin für Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner
  • Audio-Editorin und Sounddesignerin
  • Shownotes-Redakteurin
  • Podcast-Veröffentlichungsmanagerin
  • Podcast-Distributionsmanagerin
  • Podcast-Marketing-Managerin

11 Shop und E-Commerce

Sobald ich über eine Website Leistungen, Buchungen oder digitale Produkte verkaufe, betreibe ich ein vollständiges Verkaufssystem.

Ich bin:

  • Shop-Betreiberin und E-Commerce-Managerin
  • Shop-Managerin und Shop-System-Administratorin
  • Produktdaten-Managerin
  • Sortiments- und Katalogmanagerin
  • Merchandising-Managerin
  • Produktbeschreibungs-Redakteurin
  • Preis-, Rabatt- und Gutscheinmanagerin
  • Checkout-Managerin
  • Zahlungsdienstleister-Koordinatorin
  • Bestellmanagerin und Auftragsabwicklerin
  • Rechnungsmanagerin
  • Erstattungs- und Reklamationsmanagerin
  • Chargeback- und Zahlungsausfall-Managerin
  • Shop-Support
  • Shop-Analystin
  • Schnittstellen- und Automatisierungsmanagerin
  • Shop-Sicherheitsverantwortliche
  • Testerin für Bestell- und Zahlungsprozesse

12 Digitale Produkte und Dienstleistungen

Bei Downloads, Kursen, Zugängen oder Mitgliederbereichen muss auch nach dem Kauf alles zuverlässig funktionieren.

Ich bin:

  • Digital-Product-Managerin
  • Download- und Zugangsmanagerin
  • Mitgliederbereich-Administratorin
  • Berechtigungsmanagerin
  • Versions- und Aktualisierungsmanagerin
  • Supportmanagerin für digitale Produkte
  • Lizenzmanagerin
  • Bereitstellungs- und Verfügbarkeitsverantwortliche

13 Wenn ich physische Produkte versenden würde

Ich persönlich versende keine physischen Produkte. Das Lagerregal und meine tägliche Begegnung mit Paketmarken, Kartons und Klebeband bleiben mir also erspart. ????

Würde ich physische Produkte verkaufen und versenden, wäre ich zusätzlich:

  • Einkaufs- und Bestandsmanagerin
  • Lagerverwalterin
  • Versandmanagerin
  • Logistikkoordinatorin
  • Verpackungsverantwortliche
  • Fulfillment-Managerin
  • Lieferstatus-Managerin
  • Retourenabwicklerin
  • Produktsicherheits-Koordinatorin
  • Rückruf- und Warnmeldungsmanagerin

14 Verkauf über externe Plattformen

Auch dieser Bereich trifft auf mich persönlich nicht zu. Für andere Solo-Selbstständige gehört er aber unbedingt in die Sammlung.

Wer über externe Verkaufs-, Buchungs- oder Kursplattformen anbietet, ist zusätzlich:

  • Marketplace-Managerin und Plattform-Managerin
  • Verkäuferkonto-Administratorin
  • Produktlisting-Managerin
  • Plattform-Redakteurin
  • Bewertungsmanagerin
  • Gebühren- und Provisionsprüferin
  • Auszahlungsmanagerin
  • Plattform-Support-Koordinatorin
  • Richtlinien- und Compliance-Prüferin
  • Multichannel-Managerin
  • Datenabgleichs-Verantwortliche
  • Schnittstellenmanagerin

15 Bestellbutton, Kündigungsbutton und Widerrufsbutton

Je nach Angebot muss ich verschiedene gesetzlich geregelte Prozesse technisch und organisatorisch abbilden.

Ich bin:

  • Checkout-Verantwortliche
  • Bestellprozess-Managerin
  • Button- und Beschriftungsprüferin
  • Kündigungsprozess-Managerin
  • Vertragslaufzeiten-Verantwortliche
  • Kündigungsbestätigungs-Managerin
  • Abo-Verwaltungsmanagerin
  • Widerrufsprozess-Managerin
  • Widerrufseingangs-Verantwortliche
  • Erstattungskoordinatorin
  • Bestätigungs- und Nachweismanagerin
  • technische Koordinatorin der Bestell-, Kündigungs- und Widerrufsfunktionen

16 Verbraucher(schutz)recht im Shop

Beim Verkauf an Verbraucher:innen muss ich zahlreiche Informationen, Rechtstexte und technische Abläufe koordinieren.

Ich bin:

  • Verbraucherrechts-Koordinatorin
  • Shop-Compliance-Verantwortliche
  • Informationspflichten-Managerin
  • Preisangaben-Prüferin
  • Lieferzeiten- und Versandkosten-Prüferin
  • AGB-Erstellerin
  • Widerrufsbelehrungs-Koordinatorin
  • Gewährleistungs- und Reklamationsmanagerin
  • Vertragsbestätigungs-Verantwortliche
  • Nachweis- und Dokumentationsmanagerin

17 Finanzen und Buchhaltung

Jede Rechnung, jede Ausgabe, jede Zahlung und jedes Abonnement muss erfasst und kontrolliert werden.

Ich bin:

  • Finanzchefin meines Unternehmens
  • Finanzplanerin
  • Buchhalterin in eigener Sache
  • vorbereitende Buchhalterin
  • Debitoren- und Kreditorenbuchhalterin
  • Rechnungsstellerin
  • Rechnungseingangsprüferin
  • Zahlungsverkehrs-Verantwortliche
  • Mahnwesen- und Forderungsmanagerin
  • Bankkonten-Managerin
  • Liquiditätsmanagerin
  • Controllerin
  • Kostenprüferin
  • Rücklagenplanerin
  • Belegmanagerin
  • Reisekostenabrechnerin
  • Betriebsprüfungs-Ansprechpartnerin

18 Steuern, GoBD und E-Rechnung

Da ich keine Kleinunternehmerin bin, gehören Umsatzsteuer, Steuerrücklagen und korrekte Rechnungen fest zu meinem Alltag.

Ich bin:

  • steuerlich Verantwortliche meines Unternehmens
  • Steuerkoordinatorin in eigener Sache
  • Umsatzsteuer-Organisatorin
  • Vorauszahlungsplanerin
  • Steuer-Rücklagenmanagerin
  • Fristenüberwacherin
  • ELSTER-Nutzerin
  • Beleg- und Nachweislieferantin
  • Schnittstelle zur Steuerberatung
  • Steuerbescheid-Prüferin
  • E-Rechnungs-Managerin
  • GoBD-Verantwortliche
  • Verfahrensdokumentations-Verantwortliche
  • Archivierungsverantwortliche

19 Recht, Verträge und Compliance

Ich bin keine Rechtsanwältin. Trotzdem muss ich dafür sorgen, dass meine Verträge, Nutzungsrechte und betrieblichen Abläufe geprüft und organisiert werden.

Ich bin:

  • Rechtsfragen-Koordinatorin in eigener Sache
  • Compliance-Verantwortliche
  • Vertragsmanagerin
  • Vertragsprüferin in eigener Sache
  • AGB-Koordinatorin
  • Haftungsrisiko-Prüferin
  • Fristen- und Nachweismanagerin
  • Urheberrechts-Koordinatorin
  • Markenrechts-Koordinatorin
  • Bildrechte-Managerin
  • Lizenzmanagerin
  • Verbraucherrechts-Koordinatorin
  • Versicherungsmanagerin
  • Schnittstelle zu Rechtsanwält

20 Wettbewerbsrecht und Abmahnrisiken

Wer wirbt, Newsletter versendet, Preise nennt, Referenzen veröffentlicht oder Leistungen vergleicht, muss auch wettbewerbsrechtliche Vorgaben beachten.

Ich bin:

  • Wettbewerbsrechts-Koordinatorin in eigener Sache
  • Marketing-Compliance-Verantwortliche
  • Werbeaussagen-Prüferin
  • Leistungsversprechen-Prüferin
  • Preiswerbungs-Prüferin
  • Rabatt- und Aktionsprüferin
  • Werbekennzeichnungs-Verantwortliche
  • Kooperationskennzeichnungs-Prüferin
  • Bewertungs- und Referenzmanagerin
  • Newsletter-Einwilligungs-Managerin
  • Werbewiderspruchs-Managerin
  • Vergleichswerbungs-Prüferin
  • Marken- und Namensrechte-Koordinatorin
  • Abmahnrisiko-Managerin
  • Nachweis- und Dokumentationsverantwortliche

Bei Werbe-E-Mails ist grundsätzlich eine vorherige Einwilligung erforderlich. Für Werbung an Bestandskundinnen und Bestandskunden besteht nur eine eng begrenzte Ausnahme. § 7 UWG

21 Wenn eine Abmahnung eintrifft

Eine Abmahnung darf ich nicht ignorieren. Ich sollte aber ebenso wenig vorschnell etwas unterschreiben oder eine vorformulierte Unterlassungserklärung ungeprüft abgeben.

In dieser Situation bin ich:

  • Abmahnungs-Koordinatorin
  • Fristenmanagerin
  • Beweissicherungs-Verantwortliche
  • Dokumentationsverantwortliche
  • technische Reaktionskoordinatorin
  • Website-Korrekturmanagerin
  • Unterlassungspflichten-Dokumentarin
  • interne Compliance-Prüferin
  • Schnittstelle zu spezialisierten Rechtsanwält
  • Nachkontroll- und Präventionsmanagerin

Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb regelt Anforderungen an wettbewerbsrechtliche Abmahnungen und mögliche Ansprüche bei bestimmten unberechtigten Abmahnungen. § 13 UWG

22 Datenschutz und Einwilligungen

Sobald ich Anfragen, Kundendaten, Newsletter-Anmeldungen, Bestellungen oder Benutzerkonten verarbeite, trage ich datenschutzrechtliche Verantwortung.

Ich bin:

  • datenschutzrechtlich Verantwortliche
  • Datenschutzkoordinatorin
  • Pflegerin des Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten
  • Auftragsverarbeitungs-Managerin
  • AV-Vertragsprüferin
  • Einwilligungsmanagerin
  • Newsletter-Einwilligungs-Verantwortliche
  • Löschkonzept-Verantwortliche
  • Auskunftsersuchen-Bearbeiterin
  • Datenschutzvorfall-Managerin
  • Verantwortliche für technische und organisatorische Maßnahmen
  • Dienstleister- und Toolprüferin
  • Datenschutzerklärungs-Koordinatorin
  • Cookie- und Consent-Managerin

Eine geschäftliche Website muss nicht nur funktionieren. Ich muss auch Informationspflichten, Einwilligungen und eingebundene Dienste im Blick behalten.

Ich bin:

  • Website-Betreiberin
  • Website-Compliance-Verantwortliche
  • Impressumsverantwortliche
  • Datenschutzerklärungs-Verantwortliche
  • Consent-Managerin und Cookie-Prüferin
  • Tracking-Verantwortliche
  • Formular- und Datentransfer-Prüferin
  • Hosting- und Dienstleisterkoordinatorin
  • Newsletter-Einwilligungsmanagerin
  • Drittanbieter-Integrationsprüferin
  • Website-Dokumentationsverantwortliche

24 Eigene Webserver-Administration

Ich administriere meinen eigenen Webserver. Damit bin ich nicht nur Anwenderin einer technischen Infrastruktur, sondern für wesentliche Teile ihres Betriebs selbst verantwortlich.

Ich bin:

  • Webserver-Administratorin
  • Linux-Systemadministratorin
  • Hosting-Administratorin
  • Server-Sicherheitsverantwortliche
  • Server-Monitoring-Verantwortliche
  • Webserver-Konfigurationsmanagerin
  • PHP-Versionsmanagerin
  • Datenbankadministratorin
  • SSH- und Zugriffsmanagerin
  • Benutzerrechte-Administratorin
  • Firewall- und WAF-Administratorin
  • SSL- und Zertifikatsmanagerin
  • Domainmanagerin und DNS-Administratorin
  • Backup-Administratorin
  • Wiederherstellungsmanagerin
  • Logdateien-Analystin
  • Performance- und Ressourcenmanagerin
  • Patch- und Update-Managerin
  • Automatisierungsmanagerin für Serveraufgaben
  • Verfügbarkeits- und Uptime-Managerin
  • technische Notfallverantwortliche

25 Cybersicherheit und WordPress-Hardening

Cybersicherheit ist kein einmaliges Plugin, sondern ein laufender Prozess aus Aktualisierung, Absicherung, Überwachung und Vorbereitung auf mögliche Vorfälle.

Ich bin:

  • Cybersicherheits-Verantwortliche
  • WordPress-Sicherheitsverantwortliche
  • WordPress-Hardening-Spezialistin
  • Schwachstellenmanagerin
  • Sicherheitsupdate- und Patchmanagerin
  • Zugriffsrechte-Prüferin
  • Sicherheitsmonitoring-Verantwortliche
  • Login-Sicherheitsmanagerin
  • Firewall- und WAF-Managerin
  • Malware-Scannerin
  • Dateiintegritäts-Prüferin
  • Backup- und Recovery-Verantwortliche
  • Sicherheitsrisiko-Analystin
  • Cybervorfall-Managerin
  • Incident-Response-Verantwortliche
  • Business-Continuity-Managerin

Die offizielle WordPress-Dokumentation zählt Updates, sichere Zugänge, eingeschränkte Dateirechte, Backups, Logging und Monitoring zu den zentralen Schutzmaßnahmen.

26 Gehackte WordPress-Websites reparieren

Wenn eine WordPress-Website gehackt wurde, muss ich nicht nur den sichtbaren Schadcode entfernen. Ich muss den Vorfall analysieren, die Ursache suchen, Zugänge absichern und verhindern, dass die Website kurze Zeit später erneut infiziert wird. Und darauf hinweisen, dass an die Meldepflicht von den Betroffenen gedacht wird.

Ich bin:

  • Spezialistin für die Reparatur gehackter WordPress-Websites
  • technische Sicherheitsanalystin
  • Malware-Analystin
  • Schadcode-Entfernerin
  • technische Erstanalystin bei Sicherheitsvorfällen
  • Incident-Response-Spezialistin
  • Kompromittierungs-Prüferin
  • Backdoor-Sucherin
  • Dateiintegritäts-Prüferin
  • Benutzerkonten-Auditorin
  • Datenbank-Prüferin
  • Serverprotokoll-Analystin
  • Wiederherstellungs-Spezialistin
  • Zugangsdaten- und Berechtigungsmanagerin
  • Ursachenanalystin
  • Sicherheitsnachsorge-Verantwortliche
  • Hosting-Support-Koordinatorin
  • Blacklist- und Suchmaschinen-Wiederfreigabe-Koordinatorin
  • Dokumentationsverantwortliche für Sicherheitsvorfälle

27 Künstliche Intelligenz und Kennzeichnung

Wenn ich KI verwende, muss ich Eingaben, Datenschutz, Ergebnisse, Rechte, Fakten und Transparenz prüfen.

Ich bin:

  • KI-Verantwortliche
  • AI-Governance-Managerin
  • KI-Tool-Prüferin
  • Datenschutzprüferin für KI-Anwendungen
  • Prompt-Entwicklerin
  • KI-Agenten-Entwicklerin / -Nutzerin
  • Ergebnisprüferin und Faktencheckerin
  • Qualitätskontrolleurin
  • KI-Risikomanagerin
  • Urheberrechts- und Lizenzprüferin
  • Transparenzverantwortliche
  • KI-Bildkennzeichnungs-Verantwortliche
  • Deepfake-Prüferin
  • Metadaten- und Herkunftsnachweis-Prüferin
  • Verantwortliche für ausreichende KI-Kompetenz

Nicht jedes offensichtlich illustrative KI-Bild benötigt automatisch einen riesigen Warnhinweis. Ich muss aber prüfen, ob ein Inhalt als authentische Aufnahme missverstanden werden könnte, ob er einen Deepfake darstellt oder ob weitere Kennzeichnungspflichten gelten. Den Datenschutz muss ich selbstverständlich auch beachten bei Entwicklung und Nutzung.

28 Barrierefreiheit

Barrierefreiheit betrifft mich nicht direkt. Aber ich muss Bescheid wissen, wenn meine Kundinnen oder Kunden für ihre Websites dazu verpflichtet sind, alles einzuhalten. Navigation, Texte, Bilder, Videos, Formulare, Buchungsprozesse, Kundenkonten, Authentifizierung und Zahlungsvorgänge.

Ich bin:

  • Barrierefreiheits-Koordinatorin
  • Accessibility-Prüferin
  • Usability-Verantwortliche
  • Kontrast- und Lesbarkeitsprüferin
  • Tastaturbedienungs-Testerin
  • Alternativtext-Redakteurin
  • Untertitel-Verantwortliche
  • Formular- und Fehlermeldungsprüferin
  • technische Umsetzerin von Barrierefreiheitsanforderungen
  • Schnittstelle zu spezialisierten Prüfer

29 Einkauf und externe Dienstleistungen

Auch Hardware, Software, Hosting, Versicherungen und externe Unterstützung müssen ausgewählt und verwaltet werden.

Ich bin:

  • Einkäuferin und Beschaffungsmanagerin
  • Lieferantenmanagerin
  • Dienstleisterauswählerin
  • Vertrags- und Lizenzverwalterin
  • Preisvergleicherin
  • Qualitätsprüferin
  • Abonnement-Managerin
  • Kündigungsfristen-Verwalterin
  • Rechnungsprüferin
  • Inventarverantwortliche
  • Outsourcing-Managerin

30 Büro und Verwaltung

Mein Büro organisiert sich nicht selbst – auch wenn dort nur eine Person sitzt.

Ich bin:

  • Office-Managerin und Verwaltungsleiterin
  • persönliche Assistentin meiner selbst
  • Terminmanagerin und Kalenderverwalterin
  • E-Mail-Sekretariat
  • Poststelle und Telefonzentrale
  • Ablage- und Archivmanagerin
  • Dokumentenmanagerin
  • Vorlagenmanagerin
  • Korrespondenzverantwortliche
  • Behördenkommunikatorin
  • Kammer- und Verbandsansprechpartnerin
  • Reiseplanerin
  • Aufbewahrungs- und Löschfristen-Verwalterin

31 Meine eigene Personalabteilung

Auch ohne Beschäftigte habe ich eine Mitarbeiterin: mich selbst.

Ich bin meine eigene:

  • Personalmanagerin
  • Arbeitszeitmanagerin
  • Kapazitätsplanerin
  • Urlaubsplanerin
  • Krankheitsvertretungs-Planerin
  • Weiterbildungsmanagerin
  • Wissensmanagerin
  • Karriereplanerin
  • Gesundheitsmanagerin
  • Altersvorsorge-Planerin
  • Versicherungs- und Absicherungsmanagerin
  • Motivatorin
  • Leistungsbeurteilerin
  • Grenzen-Setzerin
  • Pausenaufsicht

Und sehr häufig bin ich leider auch die Chefin, die ihrer einzigen Mitarbeiterin zu viel Arbeit gleichzeitig auf den Schreibtisch legt.

Solo-selbstständig ist kein Synonym für „klein und unkompliziert“

Wenn ich alle diese Rollen betrachte, wird deutlich: Solo-Selbstständigkeit ist keine vereinfachte Form eines Unternehmens.

Es ist ein vollständiges Unternehmen, dessen Aufgaben, Risiken und Verantwortlichkeiten sich auf eine einzige Person konzentrieren.

Meine Kundinnen und Kunden sehen am Ende eine funktionierende Website, ein gelöstes technisches Problem, einen veröffentlichten Inhalt oder ein abgeschlossenes Projekt. Was sie meistens nicht sehen, sind die vielen Rollen, die im Hintergrund notwendig waren, damit dieses Ergebnis überhaupt entstehen konnte.

Politik und Verwaltung sollten deshalb nicht nur prüfen, ob eine einzelne neue Vorgabe für ein kleines Unternehmen theoretisch erfüllbar ist. Sie sollten stärker berücksichtigen, wie viele bestehende Pflichten sich bei Solo-Selbstständigen bereits auf einer einzigen Person stapeln.

Denn jede Stunde, die ich mit schwer verständlichen Vorschriften, mehrfachen Nachweisen oder vermeidbarer Bürokratie verbringe, fehlt an anderer Stelle:

  • bei meiner eigentlichen Arbeit,
  • bei meinen Kundinnen und Kunden,
  • bei Innovation und Weiterbildung,
  • oder schlicht bei meiner Erholung.

Eine Person – aber ganz sicher nicht nur ein Beruf

Ich bin Webdesignerin und WordPress-Spezialistin.

Aber ich bin eben auch Unternehmerin, Projektleiterin, Kundenberaterin, Redakteurin, Community-Managerin, Podcasterin, Buchhalterin in eigener Sache, Serveradministratorin, Cybersicherheits-Verantwortliche, Datenschutzkoordinatorin, Marketingabteilung, IT-Support, Krisenmanagerin und meine eigene Personalabteilung.

Nicht jede dieser Rollen trage ich jeden Tag.

Aber jederzeit kann eine von ihnen aufstehen, energisch anklopfen und verkünden:

„So, Nicole. Jetzt bin ich dran.“

Und dann wechsle ich den Hut – ohne dabei auch nur einmal den Bürostuhl zu verlassen.